40 Grad im Dezember, das war Sonjas erstes Weihnachten in Paraguay. Was sie seitdem über Hitze gelernt hat und wie der Alltag trotzdem funktioniert.
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In Deutschland war Hitze ein Ereignis. Ein paar Wochen im Sommer, dann war es vorbei. In Paraguay ist Hitze ein Lebensraum. Sie gehört zum Alltag wie der Tereré-Tee (kalter Mate-Tee) am Morgen und der Stromausfall, der manchmal einfach so aus dem Nichts kommt.



Als wir nach Asunción zogen, dachte ich, ich wüsste was über Hitze. Ich wusste gar nichts.

40 Grad im Dezember, das erste Weihnachten hier, war noch charmant fremd. Aber wenn es wochenlang warm bleibt, wenn die Nächte kaum abkühlen, der Ventilator mehr Dekoration als Rettung ist und die Klimaanlage kaum hinterherkommt, dann merkst du schnell: Mit Hitze umgehen ist eine Fähigkeit, die man lernen muss. Und die meisten Europäer, die neu ankommen, unterschätzen das gewaltig.

Hier ist, was mir tatsächlich geholfen hat.


Trinken, bevor der Durst kommt. Das klingt simpel und ist es auch, aber ich habe es trotzdem erst falsch gemacht. Wer auf den Durst wartet, ist schon zu spät dran. Wasser, immer, den ganzen Tag. Ich stelle morgens eine Flasche hin und achte darauf, dass sie bis zum Mittag leer ist. Elektrolyte helfen an besonders heißen Tagen, ein bisschen Meersalz im Wasser oder ein Elektrolytpulver aus der Apotheke.

Kleidung ist wichtiger als gedacht. Ich trage fast ausschließlich helle, lockere Baumwolle. Leinen ist auch prima. Synthetik ist in dieser Hitze keine Option. Viele Frauen hier tragen weite Kleider, und ich verstehe inzwischen warum.


Die Mittagshitze meiden. Zwischen 11 und 15 Uhr gehe ich wenn möglich nicht raus. Das hat mein ganzes Tagesritual verändert. Ich erledige alles Wichtige am Vormittag oder am späten Nachmittag. Das klingt nach Einschränkung, fühlt sich aber nach ein paar Wochen ganz natürlich an.


Kühle Räume schaffen. Wer in Paraguay lebt, kennt den Wert einer guten Klimaanlage. Aber nicht jeder hat eine in jedem Raum. Rollläden gibt's eher kaum, daherr Vorhänge tagsüber geschlossen halten, das hält doch ein wenig Hitze draußen. Abends lüften, wenn die Temperatur fällt.


Kühlung von außen. Kalte Tücher im Nacken, die Handgelenke unter kaltes Wasser halten, diese alten Hausmittel funktionieren. Ich habe eine kleine Sprühflasche mit Wasser, die ich im Sommer immer dabei habe.


Auf den Körper hören. Das ist der Punkt, den ich am meisten betonen möchte. Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit bei Hitze sind keine Kleinigkeit, sondern möglicherweise das Anzeichen für einen Sonnenstich und der kann sehr schnell sehr gefährlich werden. Daher ist damit nicht zu spaßen! Wer neu im Land ist, neigt dazu, sich zu übernehmen, weil noch so viel zu tun und zu erkunden ist. Aber ein Hitzschlag ist kein Abenteuer. Ruhepausen sind Pflicht, nicht Kür.


Ich habe in Paraguay gelernt, dass der Körper hier ein anderes Tempo braucht. Nicht weniger, aber anders. Wer das akzeptiert, kommt besser durch den Sommer, und ehrlich gesagt durch das ganze Jahr.


Wenn du gerade neu im Land bist oder planst, in ein heißes Ausland zu ziehen, und Fragen hast, wie das mit dem Alltag wirklich funktioniert: Meld dich gern bei mir: https://booking.builderall.com/c/hallosonja/terminmitsonja


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